Milos/Kimolos

Überblick:
Milos/Kimolos

Der charakteristisch Grundriss von Milos mit der tief eingeschnittenen, fast kreisrunden Bucht, ist schon bei der Einfahrt mit dem Schiff ein un-vergessliches Erlebnis. Die Insel ist wie Santorini vulkanischen Ursprungs und lebt darum auch heute noch vorwiegend vom Mineralienabbau. Die eher flache Insel bezaubert aber durch die Vielfalt von Gesteinen, Farben und Formen, sowie den antiken Ausgrabungen und Funden, wie beispielsweise die bekannte Venus von Milo, welche heute im Louvre in Paris steht. Der Westen der Insel ist schlecht zugänglich, schwach besiedelt und geprägt vom höchsten Berg dem Profitis Ilias mit 750m. Im Osten befinden sich vor allem die Abbaugebiete von Mineralien. Im Süden findet man feinsandige Strände. Für den Wanderer eignet sich vor allem die Gegend zwischen Adamas, der Plaka und Apollonia.

Attraktive Wanderungen:
Milos - Vulkanismus

Vulkanismus

Milos/Kimolos ist neben Methana, Santorini und Nissyros eine weitere Vulkaninsel, die für Interessierte, spektakuläre Land- 
schaften, Gesteinsformationen, aktive Fumarolen und historische Bergwerksruinen bietet. Heute werden noch immer eine Anzahl von Mineralien in verschiedenen Bergwerken abgebaut. Die Tourismusbehörden in Zusammenarbeit mit der Bergwerksgesellschaft IMERYS und dem Milos Mining Museum, haben unter der Bezeichnung: 
Miloterranean Geo Experience Wanderungen und Touren zusammengestellt, welche einen Einblick geben in diese Thematik. Diese 7 Wanderungen haben wir, teilweise per Mietwagen und in leicht angepasster Form erkundet. In den nachfolgenden Links ist von Interesse die Karte und der Routentext (nur in Englisch!). 
Milos - Cape Vani

Cape Vani - Alte Mangan Mine

  • 1 - Vani, historische Manganmine. Von Adamas bis Aghia Marina (P11) haben wir die Sehenswürdikeiten vom Mietwagen aus betrachtet (das Museum haben wir am Ende der Reise besucht). Von dort sind wir der breiten, ungeteerten Strasse die Richtung Cape Vani führt gefolgt, um dann die gestrichelte Alternative zu benutzen. Dabei sieht man bei (P24) die noch immer benutzte Perlit Verladestation. In Embourios gibt es eine kleine Taverne, wo man sich herrlich direkt am Meer verpflegen kann. Der Weg führt dann an der Rivari Bay vorbei um dann wieder zur Aghia Marina zu gelangen. Am nächsten Tag sind wir dann von hier bis zur Alternativabzweigung gefahren, wo wir den Wagen parkierten. Zu Fuss ging es weiter bis zur Ruine der Mangan Mine, die attraktiv gelegen ist und wo man auch das Kap Vani vor Augen hat.
Milos - Schwefel Fumarolen

Schwefel Fumarolen

  • 2 - Volcano, Fyriplaka Krater und Fumarolen. Den Wagen haben wir oberhalb von P1 abgestellt. Danach folgt man den kleinen Wegweiser mit der "2". Zwischen P4 und P5 gelangen wir in den Fyriplaka Krater mit einem Durchmesser von etwa 1700 m und einer Tiefe von 200 m. In dieser Gegend stösst man auf Perlit, einem natürlichen, vulkanischen Glas, das chemisch gleich ist wie Obsidian, aber wesentlich leichter. Weiter bei P6 kann man Überreste einer Kaolinmine erkennen und etwas abseits links vom Weg der zum Antennen-hügel vom Kap Kalamos führt, erkennt man die dampfenden Fumarolen. Auf dem Rückweg sind wir dann nach P9 kurz vor der Landebahn nach links abgebogen und parallel zum Flughafen zum Parkplatz gelangt. Den Salzsee auf der anderen Seite des Flughafens haben wir auf dem Heimweg besichtigt.
Milos - Alte Schwefel Mine

Alte Schwefel Mine

  • 3 - Sulfur Mines, alte Schwefel Mine. Diese Tour wird von vielen Touristen mit dem Mietwagen gemacht. Idealerweise sollte man aber ein Fahrzeug mit Allradantrieb haben. Kurz nach Zefyria haben wir den Wagen stehen lassen und sind zu Fuss weiter. Unterwegs sind weitere Abbaugebiete zu sehen wie z.B. Gips und Kaolin. Es lohnt sich auch beim Hin- oder Rückweg den Abstecher zur Panaghia Kastriani zu machen, wo neben der tollen Aussicht auch weitere Minen sichtbar werden. Wenn man den Hauptweg weiterverfolgt, beginnt nach der Abzweigung zu P10 der Abstieg/Fahrt zum Meer und der attraktiven, alten Schwefel Mine "Theioryhia" durch den eindrücklichen Paliorema Graben.
Milos - Bentonit Mine

Bentonit Mine an der Voudia Bay

  • 4 - Aggeria, die weltgrösste Bentonit Mine der Welt. Für diese Tour haben wir den Wagen in Polonia abgestellt und sind mit dem Bus bis Fylakopi gefahren, einer wichtigen siedlungsgeschichtlicher Ausgrabung aus der frühen Bronzezeit. Nach der Besichtigung geht es an der attraktiven Papafranga Beach vorbei nach Pachena. hier überqueren wir die Strasse wo wir auf den Wegweiser mit der Nr. 4 treffen. Nach der Ekaterini Kapelle gehen wir 200 m nach rechts, wo der Aussichtspunkt zur Aggeria Mine (P3) Einblick gewährt. Spätestens in dieser Gegend kreuzt man riesige Laster und andere Spezialfahrzeuge, welche auch am Sonntag vorbeibrausen. Später kommt man an weiteren Minen vorbei wie z.B. die Koufi Mine oder die Aspro Horio Mine. Am Ende der Tour (im Gegenuhrzeigersinn!) erblickt man an der Voudia Bay das imposante Bentonit Werk mit dazugehörender Verladestation. Nach weiteren 2 km kommt man in das ruhige Polonia zurück, wo man sich in einer Taverne vom Laster Lärm erholen kann.
Kimolos - Skiadi

Skiadi

  • 5 - Kimolos, Skiadi das Wahrzeichen von Kimolos. Am frühen Morgen haben wir die kleine Fähre von Polonia nach Psathi, dem Hafen von Kimolos benutzt. In etwa 20 Minuten kommt man vom Hafen in die Hauptstadt Kimolos Horio. Wir durchqueren den Ort in nördlicher Richtung. Beim Aufstieg geniessen wir die wunderschöne Aussicht. Kurz vor der Kapelle Aghii Anargyri sieht man links die natürliche Zisterne welche als Tiertränke dient. Von da sind es noch 1,2 Km bis zur Abzweigung zum Skiadi. Hier folgt man dem Weg der bald zum Monopathi wird. Der Skiadi ist etwas versteckt, sodass man den attraktiv geformten Stein erst in letzter Minute erkennt. Wir haben die Tour hier abgebrochen, wissend, dass die Fortsetzung noch interessante historische Überbleibsel von alten Minen geboten hätte. Wenn man längere Zeit auf Kimolos weilt, gibt es aber weitere Wandermöglichkeiten z.B zum Paliokastro oder an schöne Buchten.
Milos - Klima

Klima

  • 6 - Sarakiniko, Traumküste. 
  • 7 - Nychia, Obsidian, Klima, Katakomben etc. - ein "Must". Diese beiden Wanderungen sind nicht nur geologisch interessant, sondern bieten auch einen Einblick in andere Bereiche von Milos. Alternativen zu diesen Beschreibungen finden Sie in den Wandervorschlägen von Dieter Graf.  Ebenfalls findet man hier eine Variante zur Volcano-Tour. 
Milos - Sarakiniko

Küstenformation bei Sarakiniko

Dieter Graf: Die Route 41 "Traumküste" von Fylakopi der Nordküste entlang nach Adamas ist uns unvergesslich in Erinnerung geblieben. Allerdings haben wir die Strecke auf zwei Tage verteilt, damit wir die bizarren Küstenformationen voll geniessen konnten. Aber auch die Tour 43 "Eine lange Geschichte" ist sehr abwechslungsreich und führt über ein Obsidianfeld in das typische Fischerdorf Klima und dann in die Gegend von Trypiti, wo die wesentlichen historischen Funde zu besichtigen sind, wie die Katakomben, die antike Stadt Alt Melos oder das römische Theater. Ein Hinweis zum Schluss: der beschriebene Weg nach Klima ist wirklich stark verwachsen und hat uns einiges abverlangt! 

Milos - Aufstieg nach Plaka

Aufstieg nach Plaka

Eine weitere Wanderung haben wir auf eigene Faust realisiert: Von Adamas über Trypiti, dem kleinen Profitis Ilias, nach Plaka. Der Abstieg in die Bucht von Plathiena für ein erfrischendes Bad lohnt sich alleweil, obwohl der schweisstreibende Rückweg nach Plaka in der Hitze anstrengend aber lohnend war. Auch bei dieser Tour ist es möglich die Antiken Stätten von Alt Melos zu besuchen. 

Karten/Weitere Informationen:
Karten: Milos-Kimolos 1:50000: Road (110), Terrain (306), Orama (311).
Weitere Informationen: WanderliteraturWanderkarten
Bildergalerie 2017:
Bilder von der Reise 2001:

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