Kastellorizo

Überblick:

Wird auch als „Aussenposten Europas“ bezeichnet, denn diese winzige Insel liegt nur einen „Steinwurf“ weit entfernt von der Türkei, ganz am östlichen Rand der Ägäis. Durch seine Lage bedingt, haben viele Mächte die Insel beherrscht (Türken, Franzosen, Engländer u. Italiener). In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts diente Kastellorizo den Franzosen als Landeplatz für ihre Wasserflugzeuge, welche auf dem Weg nach Indien waren. Im 1. Weltkrieg erbauten die Franzosen von den Schiffsanlegestellen am Meer, hinauf auf die schattenlose Hochebene Rampen, um ihre Geschütze dorthin hoch zu ziehen. Eine Wanderung zu einem dieser noch gut erhaltenen Bauwerke ist empfehlenswert! Überhaupt bietet dieses Eiland einige Möglichkeiten „per pedes“ tolle Orte kennen zu lernen. Meist ist aber ein steiler 200m hoher Aufstieg zu bewältigen, denn hinter dem Hafenort Megisti ragt eine Felswand hinauf, die es zu überwinden gilt, will man auf der Hochebene die verschiedenen Sehenswürdigkeiten erwandern. Zu erwähnen ist ein Kloster das dem Agios Georgios sto vouno gewidmet ist, sowie die antiken Weinkelter mit Namen „Patitiria“ und das von dorischen Steinquader umrandete Paleochora mit seinen drei Kapellen. Megisti als Ort bekundet viel Charme. Nicht vergeblich wurde es einst „Mikro Parisi“, Klein Paris genannt. An der Hafenpromenade reiht sich eine Taverne an die andere. Die dazugehörenden Häuser sind meist gut erhalten und im neoklassizistischem Stil gebaut. Hat man Glück, kann man vom Tavernentisch aus eine Meeresschildkröte, eine „caretta“ beobachten, die im Hafenbecken schwimmt!

Attraktive Wanderungen:
Kastellorizo

Die Treppe zum Hochplateau

Von weither sichtbar ist das weisse Band der Treppe, welche auf das Hochplateau hinaufführt. Von Megisti haben die Bauern früher mit Eseln diesen Aufstieg bezwungen um Ihre Felder zu bestellen. Auch heute lohnt sich der Aufstieg, hat man doch einen phantastischen Blick zum Hafen von Megisti, dem einzigen Ort der winzigen Insel. Zudem gelangt man über diesen gut ausgebauten Weg zum Kloster Aghios Georgios tou Vounou, das bei unserem Besuch in Renovation war. In der Nähe des Klosters findet man zudem antike Weinkelter.

Kastellorizo

Der Weg zur Agios Stefanos Kapelle

Eine weitere lohnende Wanderung führt von Megisti zur Kapelle Agios Stefanos. Von der Kirche geht man der Hafenmole entlang um in der Nähe der Post auf einen schmalen Pfad zu gelangen, welcher sanft ansteigt und etwa 100 m.ü.M einen wundervollen Blick freigibt auf Kastellorizo und die nahe Türkei. Nach der Überquerung eines Sattels geht es wieder hinab bis man in der Ferne die Kapelle erkennen kann. Etwas unterhalb der Kapelle kann man im glasklaren Wasser ein erfrischendes Bad nehmen.

Kastellorizo

Agios Stefanos

Eine weitere eindrückliche Tour führt uns zum Paleokastro einer ehemaligen Befestigung mit drei Kapellen auf dem höchsten Berg der Insel, dem Vigla. Von Megisti geht man kurz entlang der Strasse zum Flughafen. Die grosse Kurve welche bei der Garnison vorbeiführt kann man abkürzen und kommt direkt zur Agia Triada. Nach einem weiteren kurzen Stück auf der Strasse erkennen wir einen breiten Weg der steil bergan führt. Man folgt diesem Kalderimi und sieht schon bald das Ziel in der Höhe.

Weitere Informationen zu diesen Wanderungen und GPS-Routen zum Herunterladen finden Sie unter: GPSies. Im Büchlein Südlicher Dodekanes von Dieter Graf findet man drei ähnliche Wanderungen. Wanderkarten haben wir keine geeigneten gefunden!
Weitere Informationen: Wanderkarten, Wanderliteratur, Wandern mit GPS

Bildergalerie:

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