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In diesem Kapitel finden Sie Informationen zu folgenden Inseln:

  • Astipalea
  • Patmos
  • Leros
  • Kalymnos
  • Kos
  • Nissyros



Die schmetterlingsförmige Insel Astypalea liegt einsam in der Weite der Aegäischen See und gilt als Bindeglied zwischen dem Dodekanes und den Kykladen. Mit dem Schiff braucht man von Kalymnos etwa 3h. Wer mit dem Schiff anreist, wird begeistert sein von der einzigartigen Silhouette der Chora, welche ganz kykladisch anmutet mit den vielen weissen, kubischen Häusern. Ueber dem ganzen steht ein mächtiges venezianisches Kastro, das wie eine Krone dem meerumspülten Hügel aufgesetzt ist. Auch mit dem Flugzeug ist die Anreise attraktiv, und einiges kürzer, auch wenn auf dem Hinflug eine Zwischenlandung in Kalymnos die Regel ist. Nach etwa anderthalb Stunden ab Athen erkennt man deutlich aus der Vogelperspektive den "Schmetterling". Die Landebahn liegt in der Nähe von Analipsi, da wo nur eine schmale Landzunge die beiden "Flügel" verbindet. Auch die kurze Fahrt zur Chora entlang dem Meer, hinterlässt eine bleibende Erinnerung, denn die Kontouren des Kastrohügels hat man stets vor Augen. Eine weitere Schiffsverbindung besteht zu den Kykladen und zwar über Amorgos, das ebenfalls etwa 3h entfernt liegt. Der Hafen (Skala) von Astypalea ist mit der Chora nahtlos verbunden und mit einer Strasse, sowie unzähligen, meist steilen Treppen erschlossen. Einkaufsmöglichkeiten und Tavernen gibt es sowohl in der Skala als auch in der Chora. Ein Besuch der Chora inklusive Kastro bei Sonnenuntergang ist ein traumhaftes Erlebnis. Für badefreudige gibt es in der Skala einen hübschen kleinen Strand, oder aber man überquert den Chora-Hügel um nach Livadia zu gelangen, wo einige schattenspendende Tamarisken den wohl meistbesuchten Strand der Insel säumen.


Ag. JoannisZwei Wanderungen haben wir dem Büchlein von Dieter Graf entnommen mit dem Titel: Samos, Patmos, nördlicher Dodekanes.
Die erste mit dem Namen "Burgblick" ist als Einstiegsroute sehr geeignet, gibt einen ersten Ueberblick über die Insel und bietet auch
Badegelegenheiten in der Ag. Konstantinos Bucht oder in Livadia.
Die Tour "Heiliger Johannes" ist etwas länger und anspruchsvoller,
jedoch sehr abwechslungsreich und mit eindrücklicher Aussicht auf die Chora und den Rest der Insel. Beim Aufstieg über den Stausee
ist ein guter Spürsinn um den Weg zu finden von Vorteil.
Chora
Ag. Joannis TheologosWeitere Wanderungen haben wir in der Gegend von Maltezana (Analipsi) unternommen. Von Skala fährt gelegentlich ein Bus nach Analipsi. Von dort führt eine kleine lohnende Tour zum Flugfeuer-Hügel mit schöner Aussicht. Auf dem Rückweg kann man das freiliegende Mosaik und ein Kriegsdenkmal besichtigen. Der saubere Strand lockt zum Baden und die nahen Tavernen bieten unter anderem auch frischen Fisch.
Mit dem Bus kann man auch Richtung Livadia fahren um Wanderungen in den westlichen
Teil etwas abzukürzen. Als lohnende Ziele können wir sowohl die Batses Bucht als auch den Weg zur Panagia Ag. Panteleimon empfehlen.
Auf dem Weg zum Ag. Panteleimon



Chora und SkalaChora - KastroChora - Kastro
KriegsdenkmalSkalaChora




Patmos, die heilige Insel, wird nicht nur von frommen Pilgern besucht, sondern eignet sich auch für Wanderungen zu malerischen Buchten und vor allem zum Erkunden der Chora und des Johannes-Klosters. Schon die Einfahrt in die Bucht von Skala, dem Hafenort von Patmos, ist ein Erlebnis. Ein bequemer, gepflasterter, jedoch im Sommer heisser Weg,  führt in etwa einer halben Stunde über das Kloster der Apokalypse zum Wahrzeichen von Patmos. Seine heutige wehrhafte Gestalt mit den hohen Aussenmauern, Zinnen und Türmen, entstand über Jahrhunderte um die Bevölkerung sowie die namhaften Kirchenschätze vor Piraten zu schützen. Ein Bummel durch die Chora ist am Abend bei Sonnenuntergang sehr stimmungsvoll, und man hat auch einen wundervollen Ueberblick über die buchtenreiche Insel mit vielen ausgezeichneten Badestränden. Diese nördlichste Insel des Dodekanes ist vulkanischen Ursprungs, hat aber nur wenig Vegetation. Die reichen kulturellen Schätze, sowie die herrlichen Buchten machen Patmos zu einem unvergesslichen Erlebnis.


Der Weg an die Psili Ammos BuchtEine wunderschöne Wanderung, welche einen ersten
Ueberblick über den südlichen Teil von Patmos gibt,
startet in Skala. Man nimmt den Weg zum Johannes-Kloster,
durchquert die Chora in südöstlicher Richtung um
danach an die Grikos-Bucht hinunterzusteigen.
Die Tour kann mit dem Bus abgekürzt werden,
entweder mit Ausgangspunkt Chora oder Grikos.
Von Grikos geht man in südlicher Richtung der
Küste entlang über Stavros in die Psili Ammos Bucht. Diese
und weitere attraktive Wanderungen finden Sie bei Dieter Graf 
Johannes-KlosterEinen Eindruck vom nördlichen Teil der Insel bekommt
man mit der Wanderung von Skala an die Bucht von
Kato Kambos. Am nordwestlichen Ende von Skala folgt
man der Fahrstrasse entlang der Bucht und nimmt dann
ein kleines Strässchen das an den Strand von Miloi führt.
Von dort muss man ein Stück weit wieder ins Landesinnere
um die kleine Landzunge am Ende der Bucht zu umgehen.
Mit ein wenig Spürsinn findet man in der Nähe der Küste
einen Pfad in nördlicher Richtung der uns an die Buchten
von Agrio Livadi und Kato Kambos bringt.


In der Gegend von Kato KambosJohannes-KlosterGrikos Beach
Johannes-KlosterBlick auf SkalaJohannes-Kloster



Leros liegt abseits der grossen Touristenströme und wurde lange Zeit gemieden, weil die Engländer und Italiener die Insel als Flottenbasis  benutzt haben und politische Gefangene während der Militärdiktatur   inhaftiert waren. In Gestalt und Vegetation gleicht Leros sehr der berühmten Nachbarinsel Patmos. Verwaltungsort ist Platanos, der genau auf dem Sattel zwischen den beiden Inselhäfen Agia Marina und Lakki liegt. Markant über Platanos erhebt sich das Kastro mit seiner wechselhaften Geschichte. Ein Besuch dieser Anlage lohnt sich um einen Ueberblick der verwinkelten Insel zu erhalten. Ein weiteres lohnendes Ziel ist die Kapelle Agios Issidoros in der Gournas- Bucht. In der Nähe des Flughafens können Archäologieinteressierte Ueberreste des Artemis-Tempels frei besichtigen. Lakki ist stark von den italienischen Besatzern beeinflusst, welche damals die Bucht als Flottenstützpnkt benutzt hatten. Auch Heute ist Lakki noch Haupthafen der Insel. Die Inselstrasse endet in Xirokambos von wo die Schwamminsel Kalymnos sichtbar ist.


Auf dem Weg zur Panagia MonisAbgesehen von der Besteigung des Kastros, welche vor allem bei Sonnenuntergang lohnend ist, gibt es eine wunderschöne Möglichkeit Lakki zu Fuss zu besuchen. Von Alinda aus, dem bekannten Badeort, überquert man die Insel zur Bucht von Gournas. Am Ende der Bucht gelangt man zur Kapelle Agios Nikolaos um dann weiter die höher gelegene Panagia Monis zu erreichen. Von dort geht es über eine fruchtbare Hochebene sanft hinunter nach Lakki. Der Rückweg kann alternativ auch über die Inselstrasse via Vromolithos, Pandeli, Platanos, Agia Marina erfolgen. Die Strecke ist schön, aber es hat doch etwas Autoverkehr.
Agios IssidorosVon der Lage her überaus attraktiv ist die Kapelle Agios Issidoros in der Gournas-Bucht. Dieses Ziel ist von Alinda aus leicht erreichbar. Es geht in westlicher Richtung über kleine Strässchen nach Kokkali. Von dort ist die Kapelle auf einem Felsinselchen bereits sichtbar, welche sich am Ende eines 50 m langen meist leicht umspülten Zementdammes befindet. Weitere Ideen für
Wanderungen finden Sie im bereits vorher erwähnten Buch von Dieter Graf mit dem Titel: Samos, Patmos, nördlicher Dodekanes


Platanos mit KastroBei PartheniBucht von Gournas
Unterwegs Richtung LakkiHybiskusIn der Gournas Bucht



Als einzige griechische Insel ist Kalymnos diejenige auf der noch Schwammfischer in nennenswerter Zahl zu Hause sind. Hohe Berge und rauhe Steilwände lassen Kalymnos vom Meer her kahl und abweisend wirken. Ueberraschender Weise hat die Inselhauptstadt Pothia eines der grössten Hafenbecken des Dodekanes. Die kilometerlange Hafenfront wird von unzähligen Kaffees, Tavernen und Ouzerien gesäumt. Für Ueberraschungen bei der Inselerkundung ist gesorgt: Die alte Inselhauptstadt Chora, das Mandarinental bei Vathi und der atemberaubende Blick auf den Telendos. Der Tourismus ist noch wenig ausgeprägt und findet vor allem in den Orten an der Westküste statt. Von Pothia aus besteht die Möglichkeit die Insel Pserimos zu besuchen.


Von Pothia nach VathiEine der schönsten Wanderungen ist der Passübergang von Pothia nach Vathi. Der Beginn des Weges ist nicht einfach zu finden. Eine Rekognoszierung empfiehlt sich. Einmal auf dem Weg bietet diese Wanderung keine nennenswerten Schwierigkeiten mehr. Je höher man kommt, desto atemberaubender ist die Aussicht auf Pothia. Nach der Ueberquerung des Sattels, öffnet sich der Blick auf das grüne Mandarinental und die eindrückliche Bucht von Vathi. Von da gibt es regelmässige Busverbindungen nach Pothia zurück. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie bei Dieter Graf. Die Tour trägt den Namen: "Der italienische Weg".
Ormos VathiEine weitere eindrückliche Wanderung von Myrties in die Chora führt an verschiedenen Kirchen und Kloster vorbei und endet beim Kastro. Fixpunkte sind die Kapelle von Agios Jannis, das Kloster Moni Stavrou, die älteste Basilika der Insel (Basilika Christos tis Jerusalem). Von dort geht der Weg ein kurzes Stück über die Strasse, bevor der Anstieg zum Kastro beginnt. Von dort hat man wiederum einen herrlichen Blick auf den Hauptort Pothia. Auch zu diesen Anfangs-und Endpunkten gibt es Busverbindungen. Vier weitere Touren sind im bekannten Büchlein von Dieter Graf beschrieben.


Mount TelendosSonnenuntergang bei MyrtiesKirche in Massouri
Moni StavrouMandarinentalPothia



Eine touristisch stark erschlossene Insel, die dennoch dem Wanderer, vor allem auf der Halbinsel Kefalos im Westen und im Dikeos-Massiv, schöne Möglichkeiten bietet. Kos ist die Heimat des Arztes Hippokrates und bietet dem kulturell und archäologisch interessierten Besucher viele Besichtigungsmöglichkeiten, verstreut über die ganze Insel. Südlich von Kos-City gibt es ein winziges Thermalbad (Embros Therma). Das heisse Thermalwasser fliesst direkt ins Meer. Felsblöcke markieren die Stelle wo man kostenlos ein Thermalbad nehmen kann.


Agios MamasIm Reiseführer Kos von Frank Naundorf und Yvonne Greiner (Michael Müller Verlag) findet man 11 Wandervorschläge. Dieter Graf beschreibt in seinem Büchlein: Rhodos, Karpathos, Kos - südlicher Dodekanes 5 Wanderungen auf Kos. Wir selbst waren in Kamari stationiert und haben vor allem den Westen erkundet. Eine wundervolle Erinnerung haben wir an den Besuch der Kapelle Agios Mamas, die hoch über dem Westkap gelegen ist. Bis zum Kloster Agios Ioannis gibt es ein Fahrsträsschen. Von dort geht ein beschilderter Höhenweg mit wundervollen Ausblicken zur Kapelle Agios Mamas.
Strand südl. von Agios Ioannis Das Kloster Agios Ioannis ist aber auch guter Ausgangspunkt um die einsamen Sandstrände südlich des Klosters zu besuchen. Markierte Wege gibt es nicht, aber mit etwas Einfühlungsvermögen findet man traumhafte Küstenlandschaften. Dabei muss man ab und zu auch querfeldein gehen. Die Orientierung ist auf Grund des Geländes allerdings nicht schwierig. Weitere lohnende Ziele sind die Kapelle Panagia Ziniotissa - hoch über Kamari gelegen, oder aber ganz im Westen, die Strandkapelle Agios Ioannis Theologos.


Platane des HypokratesAusgrabungen Kos CityAgios Mammas
Hafen KosEinsamer Strand Agios Joannis



Diese faszinierende Vulkaninsel ist einer der Höhepunkte des nördlichen Dodekanes. Von Kos her kann man Nissyros bequem mit dem Schiff erreichen. Viele Touristen machen einen Tagesausflug mit Besichtigung des Stefanos Kraters und von Mandraki. Besser ist sicher einige Tage in Mandraki zu verweilen, dem Hauptort mit einer einzigartigen Ausstrahlung. Am Morgen und am Abend wenn die Tagestouristen noch nicht angereist bzw. bereits abgezogen sind, kann man die vulkanologischen Phänomene und die bizzarren Geländeformen in Ruhe besichtigen. Der Hafenort Mandraki mit der markant gelegenen Johanniterburg, dem Spiliani-Kloster und dem belebten Dorfplatz Platia Ilikiomeni bietet sehr viel griechisches Ambiente. Aber auch die Kraterranddörfer Emborios und Nikia sind einen Besuch wert.


Der Weg zum Moni EvangelistriasNissyros bietet dem Wanderer  beeindruckende Einblicke in den Vulkanismus, aber auch in landschaftlich reizvolle Gegenden. Wir hatten das Glück im Tourist-Office zwischen Hafen und Stadt kostenlos eine Wanderkarte zu erhalten, welche für uns eine riesige Hilfe war. Diese Wanderkarte wurde von Beate und Dr. Jürgen Franke mit Daten aus einem GPS-Kompass erstellt und regelmässig aktualisiert. Sie kann für nichtkommerzielle Zwecke kostenlos in der Homepage eingesehen, kopiert und ausgedruckt werden. Herzlichen Dank den Autoren für dieses tolle Hilfsmittel!
Bei EmborioAbgesehen von diesem wertvollen Instrument, findet man in dem uns schon bekannten Büchlein von Dieter Graf drei klassische Wanderungen beschrieben: Die Rundwanderung über das Moni Evangelistra zum Stefanos Krater und zurück über das Moni Stavros, dann die Besteigung des Profitis Ilias, oder aber von Pali nach Emborio hochsteigen um dann dem Kraterrand entlang wieder zurück nach Mandraki zu gelangen. Von Pali aus sind wir auch dem Strand entlang in südöstlicher Richtung bis zur kleinen Strandbar gewandert. Von dort aus haben wir den schweisstreibenden Aufstieg zur Panagia Kyra unter die Füsse genommen um dann als krönenden Abschluss das Dorf Nikia zu besichtigen inklusive Tavernenbesuch.  


Stefanos KraterMandrakiMandraki mit Kastro
Panagia KyraBei Nikia

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